Gemeinsam durch die Krise!

    Soziale Sicherung: Selbstständige fordern Solidarität

    Selbständige in NRW

    Soziale Sicherung: Selbstständige fordern Solidarität

    Ganz im Sinne des DGB-Mottos "Solidarität ist Zukunft" fordern die ver.di-Selbstständigen von der Politik soziale Absicherung für Zeiten der Erwerbslosigkeit und im Alter.

     
    Solo-Selbstständige erleben nicht erst seit der Corona-Krise, was es bedeutet, sozial schlecht abgesichert zu sein. Deshalb fordern sie die Öffnung der Arbeitslosenversicherung für alle Solo-Selbstständigen und die Erwerbstätigenversicherung für alle. Nur so kann Altersarmut verhindert werden.

    Weitere Forderungen:

    • Status der Arbeitnehmerähnlichkeit für diejenigen, die ein Drittel ihres Einkommens von einem Auftraggeber erwirtschaften
    • Abbau wettbewerbsrechtlicher Regelungen für Solo-Selbstständige
    • Branchenspezifische Mindestvergütung unter Einbeziehung der Gewerkschaften

    Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, haben die Kommission der Selbstständigen im ver.di-Bezirk Köln-Bonn-Leverkusen und die NRW-Landeskommission der Selbstständigen eine Video zur 1.-Mai-Kundgebung unter dem Motto "Solidarität ist Zukunft" veröffentlicht.

    "Mehr als zwei Millionen Menschen arbeiten wie wir als Solo-Selbstständige. Für Medienhäusern, Museen, Musikschulen, Bildungseinrichtungen, Orchester, Sportvereine in Praxen, Friseurbetrieben oder Kosmetikstudios.

    Unsere Arbeit ist wichtig, aber viele von uns können nicht gut davon leben, ihre Familie ernähren oder etwas für schlechte Zeiten zurücklegen. Deshalb fordern wir faire branchenspezifische Honorare! Nur so können wir von unserer Arbeit leben und vorsorgen!

    Wir bekommen kein Kurzarbeiter- oder Arbeitslosengeld und müssen in der Krise von unseren Ersparnissen leben, sofern noch welche da sind. Eigentlich war das Geld für die Ausbildung der Kinder oder fürs Alter vorgesehen. Deshalb fordern wir die Öffnung der Arbeitslosenversicherung für alle Selbstständigen. Mit einem Beitrag, der sich an unserem Einkommen bemisst.

    Die Alterssicherung, die die CDU und SPD für Solo-Selbstständige beschließen wollten? Fehlanzeige. Gäbe es die, wären wir jetzt fürs Alter abgesichert.

    Ach ja: Corona-Hilfen konnten auch nicht alle Betroffenen beantragen. Und selbst Hartz IV steht nicht allen offen. In der Krise ist vielen ganz deutlich vor Augen geführt worden, was ihnen bald blühen wird: Altersarmut.

    Solidarität ist Zukunft! Deshalb fordern wir, die ver.di-Selbstständigen:

    Bezieht uns ein in das solidarische umlagefinanzierte System der gesetzlichen Rente! Das geht, wenn wir auf die Erwerbstätigenversicherung für alle umsteigen! So werden Solo-Selbstständige auch gegen Altersarmut abgesichert! Das ist Solidarität mit allen Solo-Selbstständigen! Und: Solidarität ist Zukunft!"

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