Seniorinnen und Senioren

Neujahrsempfang 2017

Neujahrsempfang 2017

Wie in jedem Jahr hatte der der Vorstand der ver.di-Seniorengruppe Münster-Warendorf am 11. Januar 2017 zum Neujahrsempfang in das Café Uferlos am Aasee eingeladen und knapp 100 Mitglieder waren der Einladung gefolgt. Es war ja auch ein interessantes und insbesondere ein wichtiges Thema, das auf der Tagesordnung der Einladung angekündigt wurde: „Altersarmut verhindern – Soziale Gerechtigkeit erreichen“ – hierzu war der Vorsitzende des Sozialverbandes VdK, Kreisverband Münster, Christoph Strässer gebeten, als Gastredner zu referieren.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte der Vorsitzende der Seniorengruppe Rudolf Greving die Anwesenden, insbesondere die eingeladenen Gäste.

Er erinnerte zunächst an die im vergangenen Jahr verstorbenen Kolleginnen und Kollegen, wozu sich die Anwesenden zu deren Gedenken von ihren Plätzen erhoben.

Rudolf Greving, Vorsitzender ver.di Seniorengruppe Münster- Warendorf E.Maasch Rudolf Greving

Danach ergriff die Bürgermeisterin der Stadt Münster Frau Wendela-Beate Vilhjalmsson das Wort und überbrachte im Namen der Stadt Grüße und Wünsche für ein erfolgreiches Jahr. Sie sprach dann über die Sorgen der Menschen, die die zunehmende Bedrohung durch Terroristen und die Gewaltbereitschaft Jugendlicher als eine enorme Gefahr empfinden und bei der Bevölkerung große Ängste schüre.

Wendela-Beate Vilhjalmsson, Bürgermeisterin der Stadt Münster E.Maasch Wendela -Beate Vilhjalmsson
Christoph Strässer, Vorsitzender des Sozialverbandes VdK Kreisverband Münster E.Maasch Christoph Strässer

Anschließend trat der Kollege Christoph Strässer ans Rednerpult und schnitt die Themen Rentenniveau, Mindestlohn, Arbeitslosenquote und Bildung an. Überall seien Nachbesserungen erforderlich, insbesondere im Bildungsbereich. 70 Prozent der Reichen, aber nur 30 Prozent der Arbeitnehmer verfügen über eine gute Bildung. Soziale Gerechtigkeit und eine gute Bildung seien der Schlüssel für ein vernünftiges Leben und den Zusammenhalt der Gesellschaft. Viel Applaus erhielt er bei der Forderung, dass in diesem Zusammenhang Grundschullehrer ebenso besoldet bzw. entlohnt werden müssten wie die Lehrer an Realschulen und Gymnasien. Ebenso verurteilte er, dass bei gleicher Tätigkeit in vielen Fällen Frauen noch immer weniger verdienen würden als ihre männlichen Kollegen. Gegen diese Ungerechtigkeit müsse man stärker kämpfen.

Ferner schnitt er noch die Themen Mütterrente, Rentengleichheit zwischen Ost und West und Pflegeversicherung an. Zum Schluss seiner Rede sagte er: „Wir brauchen einen starken Staat. Nur Reiche können sich einen schwachen Staat leisten. Einen starken Sozialstaat, dafür müssen wir kämpfen!“

Als letzter Redner berichtete der Geschäftsführer des ver.di-Bezirks Münsterland Bernd Bajohr über die aus gewerkschaftlicher Sicht wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres.

Zunächst lobte er die Kollegin Sigrid Krampe, die trotz ihrer schweren Krankheit so vorbildliche Arbeit bei der Zusammenstellung des Jahresprogramms geleistet habe. Zum Dank erhielt sie dafür ein kleines Präsent und erntete zudem auch sehr starken Beifall von allen Anwesenden.

Bernd Bajohr, Geschäftsführer ver.di Bezirk Münsterland E.Maasch Bernd Bajohr
Sigrid Krampe E.Maasch Sigrid Krampe

 

Im Zusammenhang mit dem Thema „Prekäre Beschäftigung“ freue er sich besonders über das Ergebnis der Verhandlungen zwischen  Personalrat und Stadtverwaltung Münster in denen es gelungen sei, mehr als 100 befristete Arbeitsverhältnisse in unbefristete umzuwandeln. 

Danach sprach er sich begeisternd darüber aus, welch tolles Wochenend-Seminar mit dem Thema „Vierte Gewalt oder Lügenpresse“ der ehemalige ver.di-Gewerkschaftssekretär Peter Hunke im Oktober im Bunten Haus in Bielefeld für die SeniorInnen veranstaltet hat.

Einen breiten Raum nahmen natürlich auch das Bürgerbegehren und der erfolgreiche Bürgerentscheid gegen verkaufsoffene Sonntage ein. Dieses sei allen Beteiligten der Initiative „Freier Sonntag Münster“ zu verdanken.

Im Jahr 2017 stehen verschiedene Tarifrunden sowie die bundesweite Rentenkampagne im Vordergrund.

 Er betonte auch besonders, dass es nicht nur im Zusammenhang mit den anstehenden Landtags- und Bundestagswahlen sondern auch und gerade im privaten und betrieblichen Alltag dringend notwendig sei, sich gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit auszusprechen sowie aufkommenden dumpfen Parolen sofort energisch entgegenzutreten.

 Gegen 12.30 Uhr schloss Rudolf Greving den offiziellen Teil der Veranstaltung und lud die Gäste zu einem kleinen Imbiss ein.

 Fazit: Es war wie immer ein besonderes verdi-Senioren-Erlebnis!

 Erwin Maasch