Handel

    Kein Angebot der Arbeitgeber

    Tarifrunden Handel NRW 2021

    Kein Angebot der Arbeitgeber

    Arbeitgeber ohne Angebot in der ersten Verhandlungsrunde im Einzelhandel NRW
    Wir sind es wert Pascal Klein Arbeitgeber ohne Angebot in der ersten Verhandlungsrunde im Einzelhandel NRW


    Zur heutigen ersten Verhandlungsrunde für den nordrhein-westfälischen Einzelhandel in Düsseldorf erschienen die Arbeitgeber ohne Angebot - Enttäuschung bei den Beschäftigten. ver.di fordert für die rund 700.000 Verkäuferinnen und Verkäufer in NRW 4,5 Prozent plus 45 Euro mehr Gehalt, Lohn und Ausbildungsvergütung sowie ein Mindeststundenentgelt von 12,50 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Außerdem fordert die Gewerkschaft von den Arbeitgebern die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge. Dagegen verweigern sich die Arbeitgeber jedoch vehement.

    Beschäftigte arbeiten unter enormen Belastungen – nicht erst seit Corona!

    „Dass die Arbeitgeber heute ohne ein Angebot für die Beschäftigten zu den Verhandlungen gekommen sind, ist absolut enttäuschend!“, erklärt die ver.di-Verhandlungsführerin Silke Zimmer. „Der Einzelhandel hat 2020 den höchsten Umsatzanstieg seit 1994 erwirtschaftet. Dieses Umsatzplus kann nicht alleine auf den Internethandel zurückgeführt werden. Auch der stationäre Einzelhandel kann ein Plus von 4,3 Prozent vorweisen. Dieser enorme Zuwachs ist allein den Beschäftigten zu verdanken. Sie arbeiten unermüdlich und unter enormen Arbeitsbelastungen – und das nicht erst seit Corona. Seit der Pandemie kommen allerdings noch die Angst vor einer Ansteckung oder Einkommensverluste durch Kurzarbeit hinzu. Es geht nicht um ein Stück vom Kuchen - es geht um Elementares: Die Beschäftigten des Einzelhandels müssen vor Armut in Arbeit und im Alter geschützt werden.“

    „Sie haben ein Entgelt verdient, von dem sie gut leben können. In der Pandemie haben sie mehr denn je gezeigt, dass sie es wert sind!“ Auch die strikte Ablehnung der gemeinsamen Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge wertet die Verhandlungsführerin als unnötigen Affront: „Es wäre eine Chance, gemeinsam dem Verdrängungswettbewerb und der Tarifflucht im Einzelhandel entgegenzuwirken. Auch das Lohndumping durch Tarifflucht geht vor allem zu Lasten der Beschäftigten."

    Die Verhandlungen werden am 27. Mai fortgesetzt.